++ S08° 48.967' ++ E13° 14.366' ++

Angola ist Gastgeber des COSAFA-Cups 2010

Der COSAFA Senior Challenge Cup wird in diesem Jahr in Angola ausgetragen. Das bestätigte jetzt das „Council of Southern Africa Football Associations“(COSAFA).

Die nunmehr 14. Meisterschaft zwischen den Staaten des südlichen Afrika steigt vom 13. bis 27. November 2010 in den Städten Lubango und Benguela. Veranstalter sind der angolanische Fußballverband (FAF) sowie die Regierung des Landes. Für Angola ist der Cup bereits das zweite große Turnier in diesem Jahr, nachdem Namibias Nachbarstaat bereits Gastgeber der diesjährigen Afrikameisterschaft war. Im Krisengebiet Cabinda gab es zwei Tage vor Beginn des Wettbewerbs einen Anschlag auf den Mannschaftsbus der Nationalmannschaft Togos, bei dem mehrere Menschen starben. „Wir freuen uns, dass Angola sich trotz dieser Tragödie im Januar der Herausforderung stellt, das Turnier zu veranstalten“, sagt COSAFA-Präsident Suketu Patel.
Die Stadien Estádio Nacional de Ombaka in Benguela sowie Estádio Nacional da Tundavala in Lubango werden im November Schauplätze des Geschehens sein. Insgesamt 14 Teams gehen in Angola an den Start. Die sechs in der FIFA-Weltrangliste am besten eingestuften Teilnehmerländer sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Die übrigen acht Nationen müssen eine Gruppenphase überstehen. Namibia belegt als Nummer 115 der FIFA-Weltrangliste derzeit Platz acht unter den COSAFA-Ländern. Da lediglich Simbabwe auf Position 113 in Reichweite liegt, droht den Brave Warriors die Qualifikationshürde.
Bereits elf Jahre ist es her, dass Namibia im Endspiel stand. 1999 verlor die damalige Auswahl das entscheidende Spiel mit 1:0 gegen Angola. Im vergangenen Jahr war für die Brave Warriors bereits im Viertelfinale Schluss, nachdem die Mannschaft 1:0 gegen Sambia verlor. Gastgeber Simbabwe holte am Ende den Cup.

Mit der Lok durch Angola

Angola, Land im Umbruch. Gebeutelt durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg, erlebt der afrikanische Staat am Atlantischen Ozean heute einen Wirtschaftsboom – allerdings nur für ausgewählte Kreise: Während in der Hauptstadt Luanda durch massive Ölförderung die Preise in exorbitante Höhen steigen und eine wirtschaftliche Entwicklung nie gekannten Ausmaßes ankurbeln, bleiben die ländlichen Regionen isoliert. Doch das soll nun anders werden: Mit dem Wiederaufbau der alten Benguela-Bahnlinie, so hoffen die Menschen jenseits der Hauptstadt, sollen auch sie vom Handel profitieren und ein besseres Leben bekommen.

Seit über 50 Jahren ist Joaquim Mohebe bei der angolanischen Benguela-Bahn als Inspektor angestellt, mit Haut und Haaren hat er sich der alten Linie verschrieben. Doch seit in den 1980er Jahren alle Lokomotiven im Bürgerkrieg verbrannt wurden, ist der Bahnbetrieb unterbrochen. Verfallene Züge und Waggons, ein völlig verwildertes Schienennetz, permanenter Mangel an Ersatzteilen – das soll nun endlich der Vergangenheit angehören: Der einst größte Arbeitsgeber und das wichtigste Transportmittel im Hochland von Huambo wird wieder zum Leben erweckt. 1903 war mit dem Bau der Bahnlinie begonnen worden. Sie führte von der Atlantikküste 1300 Kilometer bis zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo. Von dort gab es Zugverbindungen bis an die Küste des Indischen Ozeans – nach Dar es Salam in Tansania. Angolas Hochland gehört zu den fruchtbarsten Regionen Afrikas. Doch während des Krieges wurden die Bauern vertrieben und ihre Dörfer verwüstet.

Ausschnitte aus der “360° – GEO Reportage”